Shopware 6.7.4: Neuerungen im November

Shopware 6.7.4: Neuerungen im November

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Zwei Bestellwelten, ein Warenkorb

Shopware hat am 4. November 2025 die Version 6.7.4 veröffentlicht, das nächste Monats-Update im 6.7-Zweig. Der stärkste Punkt diesmal betrifft das Abo-Geschäft: Einmalkäufe und Abonnements müssen nicht länger getrennt bestellt werden. Dazu kommt spürbarer Ausbau im B2B-Bereich. Der Beitrag ordnet ein, was 6.7.4 konkret dazulegt; die Grundlagen des Zweigs stehen in der Einordnung zum Major-Release 6.7.

Zum Nachlesen: die Release News von Shopware für die Händler-Sicht und die Release-Notes auf GitHub für alle Code-Änderungen.

Was im Shop sichtbar wird

Gemischte Warenkörbe aus Produkten und Abonnements. Wer die Abo-Funktion von Shopware nutzt, kennt die bisherige Einschränkung: Ein Abonnement und ein normaler Artikel ließen sich nicht in einem Durchgang bestellen, der Kunde musste zwei getrennte Bestellungen aufgeben. Mit 6.7.4 landen beide zusammen in einem Warenkorb und werden in einem Checkout abgeschlossen. Das nimmt eine Hürde aus dem Kaufprozess, die vorher Kunden gekostet hat, und macht das Abo-Modell alltagstauglicher, weil es sich in den normalen Einkauf einfügt statt daneben zu stehen.

Copilot Data Insights als Beta. Der Assistent in der Administration bekommt einen neuen Baustein, mit dem sich Fragen zu den Shop-Daten in normaler Sprache stellen lassen, etwa nach den Newsletter-Anmeldungen des letzten Jahres als Diagramm. Die Antwort kommt als fertige Auswertung, ohne dass jemand die Zahlen von Hand zusammensucht. Wie die übrigen Copilot- und KI-Funktionen gehört das zu den kommerziellen Plänen und ist nicht Teil der frei verfügbaren Community-Edition, was zur ehrlichen Einordnung dazugehört.

B2B: Budgets und Genehmigungen

Die B2B Components bekommen mit 6.7.4 ein Budget- und Genehmigungsmanagement. Unternehmen können Ausgabenlimits festlegen, und wird ein Limit überschritten, greift ein automatischer Genehmigungs-Workflow, bevor die Bestellung ausgelöst wird. Für Einkaufsorganisationen ist das ein zentrales Thema: Es bildet die interne Freigabekette im Shop ab, statt sie per Mail oder außerhalb des Systems zu regeln, und gibt der Buchhaltung Transparenz über die laufenden Einkäufe. Zusammen mit den Organisationseinheiten aus 6.7.1 wächst damit der B2B-Werkzeugkasten weiter zusammen.

Dazu kommt Feinschliff bei Consent und Suche. Die Cookie-Verwaltung wurde überarbeitet, unter anderem mit Unterstützung für den Google Consent Mode v2, einer sauberen Kopplung des reCAPTCHA-Cookies an die Einwilligung und einer getrennten Behandlung von YouTube- und Vimeo-Einbindungen. Ein hartnäckiger Fehler beim Abverkauf ist behoben: Die Bestandsführung wurde bislang ignoriert, sobald ein Produkt im Warenkorb lag. Und die Suche liefert jetzt auch dann Produkte, wenn die Nummer des Hauptprodukts passt, nicht nur die der Variante.

In der Administration lässt sich für Bilder im Seitenbaukasten die bevorzugte Ladepriorität setzen, was den Largest Contentful Paint (LCP) verbessert, den Messwert dafür, wann der größte sichtbare Inhalt steht, die Medienverwaltung bekommt eine zusätzliche Aktion in der Seitenleiste, und beim Versuch, einen nicht löschbaren Verkaufskanal zu entfernen, erklärt eine bessere Fehlermeldung den Grund.

Für Entwickler

Sicherheitsrelevant ist ein korrigiertes Cookie-Handling im Cache, das eine mögliche Cache Poisoning verhindert, also das Unterschieben manipulierter Inhalte in den geteilten Zwischenspeicher. Dazu kommen mehrere praktische Bausteine: Die Vererbung von slot_config-Überschreibungen lässt sich jetzt feiner steuern, für die Message Queue, die zeitaufwendige Aufgaben im Hintergrund abarbeitet, gibt es eine konfigurierbare Obergrenze für die Nachrichtengröße, und ein Fehler beim Vite-Bundling für Symfony-Bundles wurde behoben. Ergänzend gibt es Transformer für Admin-Benachrichtigungen sowie Korrekturen am Session- und Cache-Locking. Wie üblich markiert Shopware einzelne Schnittstellen als veraltet; die vollständige Liste steht in den Release-Notes oben und lohnt einen Blick, bevor eigene Erweiterungen aktualisiert werden.

Ein Minor-Update innerhalb des 6.7-Zweigs, hier von 6.7.3 auf 6.7.4, ändert keine Datenbankstruktur im großen Stil und keine Template-Grundlagen. Das Risiko für bestehende Plugins und Themes ist entsprechend überschaubar. Das übliche Vorgehen gilt trotzdem: vorher ein vollständiges Backup von Datenbank und Dateien, danach die Caches leeren und die wichtigsten Abläufe im Shop einmal durchklicken. Wer die Abo-Funktion einsetzt, sollte den gemischten Warenkorb nach dem Update einmal mit einer Testbestellung durchspielen.

Mehr als Kleinkram

6.7.4 ist ein gutes Beispiel dafür, dass in den monatlichen Releases nicht nur Kleinkram steckt: Der gemischte Warenkorb und die B2B-Budgets sind Funktionen, die den Umsatz direkt berühren. Wer solche Neuerungen nicht verfolgt, verschenkt Möglichkeiten, die längst im eigenen System stecken.

Der eigentliche Wert dieser Releases zeigt sich in der Summe, und Verpasstes summiert sich ebenso. Auf der Shopware-Seite gibt es dafür Wartungspakete mit regelmäßigem Update-Check, der neue Versionen erkennt, bewertet und einplant. Wer noch auf einer älteren Shopware-Version steht und den Sprung auf einen aktuellen Zweig nicht allein gehen will, findet über die Wartung Unterstützung.

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Shopware Release Update Shopware 6.7
Ralf Siepker

Über den Autor

Ralf Siepker

Senior Software-Entwickler & Solution Architect mit Erfahrung aus 150+ Projekten, Schwerpunkt Shopware 6 und Laravel. Schreibt hier über das, was in echten Projekten funktioniert.

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