SaaS-Plattformen

Eine Plattform, die viele Kunden trägt

Mandantentrennung, Teams und Rechte, wiederkehrende Abrechnung: Die Entscheidungen am Anfang bestimmen, wie weit eine SaaS-Plattform später trägt. Genau dort beginnt die Arbeit.

Laravel seit 2020 PHP seit 1998 Aufbau in nutzbaren Stufen
Was im Lieferumfang ist

Die Weichen stehen am Anfang

Eine SaaS-Plattform ist nicht einfach eine Anwendung, die mehrere Kunden bedient. Der Unterschied steckt in Entscheidungen, die ganz am Anfang fallen und später kaum noch zu ändern sind: Wie werden die Daten der Kunden voneinander getrennt? Ist der Kunde eine Person oder ein Unternehmen mit mehreren Beteiligten? Was passiert, wenn jemand den Tarif mitten im Monat wechselt oder kündigt? Wer diese Fragen früh beantwortet, spart sich später Umbauten an der Stelle, an der alles zusammenhängt.

Die wichtigste davon ist die Trennung der Mandanten. Üblich sind zwei Wege: Alle Kunden liegen in einer Datenbank und jeder Datensatz ist einem Mandanten zugeordnet, oder jeder Kunde bekommt eine eigene Datenbank. Der erste Weg ist günstiger im Betrieb und für die meisten Plattformen richtig; der zweite lohnt sich, wenn Kunden getrennte Sicherungen, eigene Speicherorte oder besondere Nachweise verlangen. Diese Wahl fällt im Konzept, nicht während der Entwicklung, und sie wird gezielt geprüft: Dass niemand Daten sieht, die ihm nicht gehören, ist die einzige Eigenschaft, bei der es keinen Kompromiss gibt.

Genauso früh gehören Teams und Rechte geklärt. In den meisten Plattformen ist der zahlende Kunde ein Unternehmen: Jemand lädt Kolleginnen ein, verteilt Rollen, sieht Rechnungen, andere nur ihre eigenen Vorgänge. Nachträglich von Einzelnutzern auf Teams umzustellen berührt fast jede Abfrage in der Anwendung. Umgesetzt wird das mit den etablierten Bausteinen aus dem Laravel-Umfeld statt mit Eigenentwicklungen, weil dort die Sonderfälle schon durchdacht sind.

Bei der Abrechnung übernimmt ein etablierter Zahlungsanbieter die Zahlungsdaten, sodass sie gar nicht erst auf dem eigenen Server liegen. Wiederkehrende Zahlungen, Testphasen und Tarifwechsel laufen darüber, dazu ein Bereich, in dem Kunden ihre Angaben selbst ändern, Rechnungen laden und kündigen können. Aufwand macht dabei selten die Zahlung selbst, sondern das Drumherum: anteilige Berechnung beim Wechsel, gescheiterte Abbuchungen, Sperren und Wiederfreischalten. Diese Fälle werden vorher durchgesprochen, weil sie im Betrieb sonst als Support-Aufwand zurückkommen.

Aufgebaut wird in Stufen: erst Grundgerüst mit Mandantentrennung, dann die Funktion, für die Kunden zahlen, dann die Abrechnung, dann der Ausbau. Wer umgekehrt beginnt, hat früh eine Plattform, die kassieren kann, aber noch nichts leistet. Für die interne Verwaltung kommt meist Filament zum Einsatz, und sobald Kunden die Plattform mit eigenen Systemen verbinden wollen, kommt eine dokumentierte Schnittstelle dazu, die dann selbst zum Produktmerkmal wird.

Die Zusammenarbeit läuft standardmäßig zu 100 % remote und damit ortsunabhängig, direkt mit Gründern und Produktverantwortlichen, als Verstärkung für Agenturen und über IT-Vermittler. Code geht über Git, Zwischenstände stehen auf einer Testumgebung bereit. Weil auf einer Plattform Personendaten der Endkunden verarbeitet werden, gehört ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO zum Auftrag. Gearbeitet wird aus dem eigenen Büro im kontorworx-Coworking-Space in Rheine, persönliche Termine vor Ort sind nach Absprache möglich.

Aktuelle Verfügbarkeit · Eingeschränkt

Freie Kapazität ab 01.09.2026

25% für neue Projekte

Antwort innerhalb von 2-5 Werktagen je nach Projektgröße.

Anwendungsfälle

Wann lohnt sich eine eigene Plattform?

Aus einem Dienst soll ein Produkt werden

Was heute als Dienstleistung erbracht wird, soll künftig als Software mehrfach verkauft werden. Der Weg dahin ist weniger eine Frage der Technik als der Trennung: Was ist am Ablauf allgemein und was war bisher Einzelfall?

Mehrere Kunden auf einer Plattform

Verschiedene Unternehmen sollen dieselbe Anwendung nutzen, ohne die Daten der anderen zu sehen. Diese Trennung ist die Grundsatzentscheidung überhaupt und lässt sich später nur mit erheblichem Aufwand ändern.

Wiederkehrende Abrechnung soll automatisch laufen

Monatliche oder jährliche Zahlung, Testphasen, Auf- und Abstufungen, Rechnungen und Mahnungen: Sobald das von Hand läuft, kostet jeder neue Kunde Verwaltungszeit statt Deckungsbeitrag.

Teams statt Einzelnutzer

Kunden sind keine einzelnen Personen, sondern Unternehmen mit mehreren Beteiligten und unterschiedlichen Rechten. Einladungen, Rollen und der Wechsel zwischen Bereichen gehören dann früh in die Grundlage.

Der Prototyp trägt nicht mehr

Die erste Fassung wurde schnell gebaut und funktioniert für zehn Kunden. Mit hundert zeigt sich, wo die Trennung der Daten, die Rechte oder die Abrechnung an ihre Grenzen kommen. Was davon umgebaut werden muss, klärt eine Bestandsaufnahme.

Der erste größere Kunde stellt Anforderungen

Eigene Anmeldung über das Firmenkonto, Datenhaltung in Europa, Ausfuhr aller Daten auf Wunsch, Nachweise zur Sicherheit: Solche Anforderungen kommen selten allein und verändern die Anforderungen an die Plattform spürbar.

Die Plattform braucht Schnittstellen

Kunden möchten die Plattform mit ihren eigenen Systemen verbinden. Eine dokumentierte Schnittstelle wird damit selbst zum Produktmerkmal, nicht zum Nebenprodukt.

Bestehende Plattform soll weiterentwickelt werden

Die Plattform läuft, aber die Entwicklung stockt oder das bisherige Team ist nicht mehr verfügbar. Auch fremder Code wird übernommen: erst die Analyse des Bestands, dann Weiterentwicklung auf dieser Grundlage.

Vorgehen

Wie die Plattform entsteht

Die Reihenfolge ist bewusst so gewählt: Was alles trägt, entsteht zuerst, die Abrechnung später. Wie viele Ausbaustufen folgen, entscheidet der Betrieb. Vertragsbasis ist ein Dienstvertrag mit Abrechnung nach Aufwand, vorab gibt es eine ehrliche Aufwandsschätzung.

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    1. Konzept und Grundsatzentscheidungen

    Wie werden Kunden voneinander getrennt, was ist ein Konto und was ein Team, wie sehen die Tarife aus und was passiert beim Wechsel zwischen ihnen. Diese Entscheidungen prägen die Plattform über Jahre und gehören deshalb an den Anfang, nicht in die zweite Ausbaustufe.

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    2. Grundgerüst mit Mandantentrennung

    Anmeldung, Teams, Rollen und Rechte, dazu die Trennung der Daten zwischen den Kunden. Alles Weitere baut darauf auf, deshalb entsteht dieser Teil zuerst und wird gezielt geprüft: Niemand darf Daten sehen, die ihm nicht gehören.

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    3. Der Kern des Produkts

    Die Funktion, für die Kunden zahlen, vollständig umgesetzt und benutzbar. Ohne Abrechnung, ohne Randfunktionen, dafür so weit, dass echte Nutzer damit arbeiten und Rückmeldung geben können.

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    4. Abrechnung und Selbstverwaltung

    Anbindung des Zahlungsanbieters, Tarife, Testphasen, Auf- und Abstufungen, Rechnungen. Dazu ein Bereich, in dem Kunden Zahlungsmittel ändern, Rechnungen laden und kündigen können, ohne dass jemand aus dem Team eingreifen muss.

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    5. Start und Ausbau

    Einrichtung der Umgebung, Überwachung, Sicherungen und Übergabe. Danach wächst die Plattform in Stufen weiter, entlang dem, was sich im Betrieb tatsächlich zeigt.

FAQ

Fragen zu SaaS-Plattformen

Was kostet die Entwicklung einer SaaS-Plattform?

Der Aufbau läuft nach Aufwand auf Tagessatzbasis (die Tagessätze stehen offen auf der Laravel-Seite). Den Aufwand bestimmen vor allem drei Punkte: wie streng die Kunden voneinander getrennt sein müssen, wie viele Rollen und Rechte es gibt und wie komplex die Abrechnung ist. Sinnvoll ist der Aufbau in Stufen: Grundgerüst und Kernfunktion zuerst, Abrechnung und Ausbau danach. So steht früh eine benutzbare Plattform, und jede weitere Stufe wird einzeln entschieden.

Wie werden die Kunden voneinander getrennt?

Es gibt zwei übliche Wege. Beim ersten liegen alle Kunden in einer Datenbank, jeder Datensatz gehört zu einem Mandanten, und die Anwendung stellt sicher, dass nur die eigenen Daten sichtbar sind. Das ist günstig im Betrieb und für die meisten Plattformen richtig. Beim zweiten bekommt jeder Kunde eine eigene Datenbank; das ist aufwendiger, aber sinnvoll, wenn Kunden eigene Sicherungen, getrennte Speicherorte oder besondere Nachweise verlangen. Welcher Weg passt, gehört an den Anfang, weil ein späterer Wechsel teuer wird.

Wie läuft die Abrechnung?

Über einen etablierten Zahlungsanbieter, angebunden mit den dafür vorgesehenen Laravel-Bausteinen. Der Anbieter übernimmt dabei die Zahlungsdaten, sodass diese nicht auf dem eigenen Server liegen. Üblich sind wiederkehrende Zahlungen, Testphasen, Auf- und Abstufungen sowie ein Bereich, in dem Kunden ihre Zahlungsmittel ändern, Rechnungen laden und kündigen können. Was in der Praxis die meiste Arbeit macht, sind nicht die Zahlungen selbst, sondern die Fälle drumherum: anteilige Berechnung beim Tarifwechsel, gescheiterte Abbuchungen, Sperrung und Wiederfreischaltung.

Wie werden Teams und Rechte gelöst?

Mit den etablierten Bausteinen für Rollen und Rechte im Laravel-Umfeld statt mit einer Eigenentwicklung. Dazu gehören Einladungen per signiertem Link, die Zuordnung von Personen zu Teams und die Frage, wer im Kundenunternehmen Verwaltungsrechte hat. Für die interne Verwaltung der Plattform kommt meist Filament zum Einsatz.

Mit welchem Stack wird gebaut?

Laravel als Grundlage, dazu der TALL-Stack für die Oberfläche, also Tailwind, Alpine und Livewire. Das Rendern bleibt auf dem Server, entsprechend wenig JavaScript landet im Browser, und es braucht kein zweites Frontend-System, das mitgepflegt werden muss. Braucht die Plattform ein eigenständiges Frontend, etwa weil ein eigenes Team daran arbeitet oder eine App dazukommt, ist eine Schnittstelle mit getrennter Oberfläche der bessere Weg.

Wie lange dauert es bis zur ersten Fassung?

Das hängt am Umfang, eine pauschale Zahl wäre geraten. Verlässlich ist dagegen die Reihenfolge: Grundgerüst mit Mandantentrennung, dann die Funktion, für die Kunden zahlen, dann die Abrechnung. Wer zuerst die Abrechnung baut, hat eine Plattform, die kassieren kann, aber noch nichts leistet.

Wer betreut die Plattform später?

Eine Plattform im Betrieb braucht dauerhaft Aufmerksamkeit: Updates, Überwachung, Sicherungen und die Weiterentwicklung entlang der Rückmeldungen aus dem Betrieb. Auf Wunsch läuft das über die laufende Laravel-Betreuung, alternativ übernimmt ein internes Team, sobald es aufgebaut ist. Beides ist üblich, und der Übergang lässt sich vorbereiten.

Was passiert, wenn du ausfällst oder später nicht verfügbar bist?

Der vollständige Quelltext liegt im Git-Repository des Auftraggebers, dazu kommen Dokumentation und automatisierte Tests für die tragenden Funktionen, allen voran die Trennung der Mandanten. Gearbeitet wird mit Laravel-Standardmitteln und etablierten Bausteinen statt mit Sonderwegen. Alle Zugänge zu Hosting, Git und Zahlungsanbieter gehören dem Auftraggeber, hier gibt es nur die Berechtigung mitzuarbeiten.
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Tagessätze und Wartungspakete stehen offen.

Für Laravel SaaS-Plattformen gilt derselbe Satz wie für jede andere Aufgabe: 760 bis 1.080 € pro Tag netto (95 bis 135 € pro Stunde), je nach Laufzeit und Dringlichkeit, Wartungspakete ab 349 € pro Monat. Alle Stufen im Detail auf der Laravel-Seite. Was eine konkrete Aufgabe kostet, ergibt sich aus der Aufwandsschätzung nach dem Erstgespräch.

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