Von Shopware 5 auf Shopware 6
Der Wechsel ist kein Update, sondern ein Neuaufbau. Die Daten des bestehenden Shops kommen mit, Theme und Erweiterungen entstehen neu auf aktueller Grundlage.
Warum es keinen Update-Knopf gibt
Wer von Shopware 5 auf 6 migrieren will, steht vor einem Sonderfall: Shopware 5 und Shopware 6 sind grundverschieden aufgebaut. Shopware 5 basiert auf dem Zend Framework mit Enlight und Smarty-Templates, Shopware 6 wurde von Grund auf neu entwickelt: auf Symfony, mit Twig im Frontend, durchgängigen Schnittstellen und einem Backend auf Vue.js-Basis. Deshalb gibt es keinen Update-Knopf, der aus einem Shopware-5-Shop einen Shopware-6-Shop macht, und deshalb ist der Wechsel auch kein Wochenendprojekt.
Der Weg führt deshalb über einen neuen Shopware-6-Shop, in den die Daten des alten übernommen werden. Für diesen Schritt gibt es mit dem Shopware Migration Assistant ein offizielles Werkzeug des Herstellers, das Produkte, Kategorien, Kunden, Bestellungen und Inhalte überträgt, ein Vorteil gegenüber Umzügen aus anderen Systemen, wo die Übertragung in der Regel eigens gebaut werden muss. Alles, was über die reinen Daten hinausgeht, entsteht neu: Theme, Erweiterungen, Konfiguration. Vertraut bleibt dafür die Umgebung, denn der Hersteller ist derselbe und viele Begriffe im Backend finden sich wieder.
Wie weit das offizielle Werkzeug trägt, hängt allerdings an der Größe des Shops. Bei kleineren und mittleren Shopware-5-Shops übernimmt der Migration Assistant den Großteil der Arbeit, und was er nicht abdeckt, sind überschaubare Sonderfälle. Bei großen Shops stößt er an Grenzen: Laufzeiten, Speicherbedarf und Zwischenabbrüche werden dann selbst zum Thema, und ein Durchlauf, der Stunden dauert, muss sich wiederholen lassen, ohne von vorn zu beginnen. Für einen Versandhändler mit rund einer Million Kundenkonten und rund zwei Millionen Bestellungen ist deshalb ein eigenes Migrations-Plugin entstanden, das die Übernahme in Paketen abarbeitet, den Fortschritt festhält und sich beliebig oft wiederholen lässt. Welcher Weg passt, zeigt die Bestandsaufnahme vorab.
Den größten Aufwandsblock macht das Theme aus. Das Erscheinungsbild lässt sich übernehmen, also Farben, Schriften und Aufbau, der Template-Code dagegen nicht: Was in Shopware 5 in Smarty geschrieben ist, wird in Shopware 6 mit Twig neu umgesetzt, mehr dazu unter Theme-Entwicklung. Bei den Plugins gilt dasselbe: Eine Shopware-5-Erweiterung läuft nicht in Shopware 6, die Systeme dahinter sind grundverschieden. Für gekaufte Erweiterungen wird geprüft, ob es eine Shopware-6-Fassung gibt, individuelle werden neu entwickelt.
Dabei zeigt sich regelmäßig, dass ein Teil davon gar nicht mehr gebraucht wird. Shopware 6 bringt Werkzeuge mit, die es in Shopware 5 noch nicht gab: Mit dem Flow Builder lassen sich Abläufe wie Benachrichtigungen oder Statuswechsel ohne Programmierung einrichten, mit dem Rule Builder Bedingungen für Preise, Versand und Zahlarten. Was früher ein eigenes Plugin war, ist heute oft eine Einstellung im Backend. Diese Prüfung gehört zur Bestandsaufnahme: Jede Erweiterung, die entfallen kann, senkt den Aufwand und macht den neuen Shop pflegeleichter.
Der offizielle Support für Shopware 5 ist im Juli 2024 ausgelaufen, seitdem gibt es keine Sicherheitsupdates mehr. Dazu kommt das Umfeld: Die meisten Shopware-5-Shops laufen auf einer PHP-Version, die ebenfalls keine Updates mehr bekommt, und Erweiterungen für Zahlungs- und Versanddienstleister werden für Shopware 5 nach und nach eingestellt. Praktisch heißt das, dass irgendwann eine Zahlart nicht mehr funktioniert, ohne dass jemand etwas falsch gemacht hat. Wer den Wechsel plant, statt ihn erzwingen zu lassen, kann Daten in Ruhe prüfen, testen und den Umstellungszeitpunkt selbst wählen.
Für die Sichtbarkeit gilt dasselbe wie bei jedem Umzug: Die Adressen ändern sich, und ohne Weiterleitungen laufen Suchergebnisse, Newsletter-Links und Lesezeichen ins Leere. Bei Shopware 5 kommt eine Besonderheit dazu: Die SEO-Adressen entstehen dort teils über eigene Vorlagen und teils über Erweiterungen, sie müssen also vollständig eingesammelt werden, bevor sie den neuen Shopware-6-Adressen zugeordnet werden können. Die Weiterleitungen halten den Stand, den der Shop hatte; wer den Umzug für einen Schritt nach vorn nutzen will, findet das unter SEO und KI-Optimierung.
Die Zusammenarbeit läuft standardmäßig zu 100 % remote und damit ortsunabhängig, direkt mit Shop-Betreibern, als Verstärkung für Agenturen und über IT-Vermittler. Der Zugriff auf den Shopware-5-Shop läuft über gesicherte Verbindungen, die Staging-Umgebung steht beim Hoster der Wahl; wer noch keinen passenden hat, bekommt eine Empfehlung. Weil dabei echte Kundendaten verarbeitet werden, gehört ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO zum Auftrag. Gearbeitet wird aus dem eigenen Büro im kontorworx-Coworking-Space in Rheine, persönliche Termine vor Ort sind nach Absprache möglich, etwa zum Auftakt oder für die Begleitung am Umstellungstag.
Aktuelle Verfügbarkeit · Eingeschränkt
Freie Kapazität ab 01.09.2026
Antwort innerhalb von 2-5 Werktagen je nach Projektgröße.
Wann der Umstieg auf Shopware 6 ansteht
Eine Zahlart fällt aus
Der Zahlungsanbieter stellt seine Schnittstelle um, die passende Erweiterung gibt es aber nur noch für Shopware 6. Solche Ausfälle kommen ohne Vorwarnung und kosten unmittelbar Umsatz, unabhängig davon, wie sicher der Shop sonst läuft.
Der Hoster kündigt die PHP-Version
Shopware 5 läuft nicht auf aktuellen PHP-Versionen. Sobald der Hoster die alte Version abkündigt, wird der Umstieg zum Termin, den jemand anderes gesetzt hat. Vorher zu planen heißt, den Zeitpunkt selbst zu wählen.
Barrierefreiheit wird zum Thema
Seit Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für Online-Shops im Endkundengeschäft, mit Ausnahmen für Kleinstunternehmen. Ein Shopware-5-Theme dafür nachzurüsten lohnt sich selten; im neuen Theme lässt sich das von Anfang an mitdenken.
Erweiterungen bekommen keine Updates mehr
Immer mehr Hersteller pflegen ihre Shopware-5-Erweiterungen nicht weiter und bieten nur noch Fassungen für Shopware 6 an. Fehlende Updates führen mit der Zeit zu Fehlern, die niemand mehr beheben kann, weil auch der Hersteller nicht mehr unterstützt.
Neue Anforderungen laufen ins Leere
Automatische Abläufe, Regeln für Preise und Versand, ein Baukasten für Inhaltsseiten und durchgängige Schnittstellen gibt es erst ab Shopware 6. Was im Altsystem nur mit eigenen Erweiterungen ginge, ist dort oft eine Einstellung.
Wachstum und Geschäftskunden
Größere Sortimente, mehrere Sprachen oder Länder und Anforderungen aus dem Geschäftskunden-Handel treffen in Shopware 5 auf strukturelle Grenzen. Was dort nur mit Umwegen ginge, gehört in Shopware 6 zum Standard.
Wie der Umstieg von Shopware 5 auf 6 abläuft
Der Neuaufbau von Theme und Erweiterungen bestimmt den Aufwand, nicht die Datenübernahme. Wie groß dieser Teil ausfällt, zeigt das Migrations-Audit; abgerechnet wird nach Aufwand auf Basis eines Dienstvertrags.
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1. Migrations-Audit (2-3 Werktage)
Eigener Auftrag vorab: Lesezugriff auf den Shopware-5-Shop, Datenumfang erfassen, alle Erweiterungen und individuellen Anpassungen auflisten, Theme bewerten. Ergebnis ist ein schriftliches Konzept mit Ablauf in Phasen, einer Übersicht, was aus jedem Plugin wird, und einer belastbaren Aufwandsschätzung.
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2. Shopware 6 aufsetzen und erster Datenimport
Shopware 6 in der Zielumgebung installieren, den Migration Assistant einrichten und das Theme-Grundgerüst in Twig anlegen. Ein erster Import mit Teildaten zeigt früh, wie sauber die Daten aus Shopware 5 herauskommen und wo die Zuordnung noch nicht passt.
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3. Theme und Erweiterungen neu aufbauen
Das Theme entsteht in Twig, das Erscheinungsbild wird dabei übernommen. Gekaufte Erweiterungen werden auf ihre Shopware-6-Fassungen umgestellt, individuelle neu entwickelt oder durch Bordmittel ersetzt. Dazu Versand- und Zahlarten, Kundengruppen und Verkaufskanäle.
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4. Vollständiger Probelauf
Alle Daten werden übernommen und geprüft, die alten Adressen den neuen zugeordnet und weitergeleitet. Dann wird der komplette Umzug einmal durchgespielt, mit Test-Bestellungen über alle Versand- und Zahlart-Kombinationen. Was auffällt, wird korrigiert und der Durchlauf wiederholt.
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5. Umschalten und Nachlauf
Umstellung meist nachts oder früh morgens, kurzer Wartungsmodus, Bestellungen aus der Übergangszeit nachziehen. Danach Live-Kontrolle der Kernprozesse, Sitemap einreichen, Weiterleitungen in der Search Console beobachten und Übergabe der Doku.
Fragen zum Umstieg von Shopware 5 auf 6
Warum kann Shopware 5 nicht einfach auf Shopware 6 aktualisiert werden?
Was passiert mit meinem Theme und meinen Plugins?
Werden Produkte, Kunden und Bestellungen übernommen?
Ist Shopware 5 noch sicher?
Was kostet der Umstieg von Shopware 5 auf Shopware 6?
Bleibt mein Google-Ranking nach dem Umstieg erhalten?
Was passiert mit den Passwörtern unserer Kunden?
Läuft der Shopware-5-Shop während des Umstiegs weiter?
Was ist mit Zahlungsanbietern und Versanddienstleistern?
Bleiben unsere Bestellnummern erhalten?
Wer betreut den Shop nach dem Umstieg?
Was passiert, wenn du ausfällst oder später nicht verfügbar bist?
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Tagessätze und Wartungspakete stehen offen.
Für Shopware 5 auf Shopware 6 gilt derselbe Satz wie für jede andere Aufgabe: 760 bis 1.080 € pro Tag netto (95 bis 135 € pro Stunde), je nach Laufzeit und Dringlichkeit, Wartungspakete ab 349 € pro Monat. Alle Stufen im Detail auf der Shopware-Seite. Was eine konkrete Aufgabe kostet, ergibt sich aus der Aufwandsschätzung nach dem Erstgespräch.
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