Systeme verbinden

Eine Vermittlungsstelle statt Handarbeit

Wo mehrere Systeme Daten austauschen, übernimmt eine eigenständige Anwendung dazwischen: Zuordnung der Felder, Verarbeitung im Hintergrund und ein Protokoll, das zeigt, was wann übertragen wurde.

Laravel seit 2020 Verarbeitung im Hintergrund Protokoll je Vorgang
Was im Lieferumfang ist

Die Mitte, die alles zusammenhält

In den meisten Unternehmen ist die Software über Jahre gewachsen: ein Shop, eine Warenwirtschaft, ein System für Produktdaten, eine Buchhaltung, dazu Marktplätze und Versanddienstleister. Jedes für sich funktioniert, dazwischen aber überträgt jemand Daten von Hand oder es laufen Skripte, die niemand mehr versteht. Genau dort setzt ein vermittelndes System an: eine eigenständige Anwendung, die den Austausch übernimmt und dafür eine feste Adresse hat.

Der Vorteil zeigt sich weniger am ersten Tag als beim dritten System. Verbindet man alles direkt miteinander, wächst die Zahl der Verbindungen schneller als die Zahl der Systeme, und jede davon will gepflegt werden. Mit einer Mitte spricht jedes System nur mit ihr. Wird später ein System ausgetauscht, ist eine Seite umzustellen statt alle. Und die Regeln, nach denen Daten umgerechnet werden, liegen an einer Stelle statt verstreut.

Denn genau das ist die eigentliche Arbeit: die Zuordnung der Felder und die Sonderfälle. Beide Seiten kennen Artikel, Kunden und Aufträge, aber selten in derselben Form. Hier stehen Bruttopreise, dort Nettopreise mit Preisgruppe. Hier gibt es Varianten, dort einzelne Artikelnummern. Hier ist die Adresse ein Feld, dort sind es fünf. Dazu die Fälle, die in keinem Konzept stehen: Ein Auftrag wird storniert, nachdem er übertragen wurde. Eine Lieferung geht in zwei Paketen raus. Ein Artikel bekommt nachträglich eine neue Nummer.

Technisch läuft der Austausch im Hintergrund und in Paketen, nicht während jemand auf eine Seite wartet. Das hat zwei Folgen, die im Betrieb zählen: Ein großer Abgleich bremst den Shop nicht aus, und ein Ausfall auf der Gegenseite führt nicht zu Datenverlust, sondern zu einem Auftrag, der später erneut versucht wird. Wichtig ist dabei die Regel, dass ein zweiter Versuch nichts doppelt anlegt; daran scheitern selbstgebaute Lösungen am häufigsten.

Zum Lieferumfang gehört deshalb immer eine Übersicht mit Protokoll: was läuft, was hängt, was lässt sich erneut anstoßen, und welcher Wert wurde wann übertragen. Im Alltag lautet die häufigste Frage nicht „funktioniert die Verbindung?", sondern „warum steht dort dieser Preis?", und diese Frage muss sich in Minuten beantworten lassen, nicht durch Suchen in drei Systemen. Wo eine einzelne, direkte Anbindung genügt, wird sie übrigens auch so gebaut; mehr dazu unter Shopware-API-Integration.

Die Zusammenarbeit läuft standardmäßig zu 100 % remote und damit ortsunabhängig, direkt mit Auftraggebern, als Verstärkung für Agenturen und über IT-Vermittler. Entwickelt und getestet wird gegen die Testumgebungen der beteiligten Systeme, Code geht über Git. Weil dabei in aller Regel echte Kunden- und Auftragsdaten fließen, gehört ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO zum Auftrag. Gearbeitet wird aus dem eigenen Büro im kontorworx-Coworking-Space in Rheine, persönliche Termine vor Ort sind nach Absprache möglich, etwa zum Auftakt mit der IT-Abteilung.

Aktuelle Verfügbarkeit · Eingeschränkt

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Anwendungsfälle

Wann lohnt sich eine Vermittlungsstelle?

Mehrere Systeme, viel Handarbeit dazwischen

Shop, Warenwirtschaft, Buchhaltung und Versand laufen jeweils für sich, dazwischen exportiert und importiert jemand Dateien. Das kostet täglich Zeit und erzeugt Fehler, die niemand sofort sieht.

Punkt-zu-Punkt-Verbindungen wuchern

Jedes System ist direkt mit jedem anderen verbunden. Mit vier Systemen sind das schnell sechs Verbindungen, die einzeln gepflegt werden müssen. Ein vermittelndes System in der Mitte reduziert das auf vier.

Ein System soll ausgetauscht werden

Steht ein Wechsel der Warenwirtschaft oder des Shops an, hängen ohne Vermittler alle direkten Verbindungen daran. Mit einem System dazwischen wird nur eine Seite umgestellt, der Rest bleibt.

Die Systeme sprechen unterschiedliche Sprachen

Hier Bruttopreise, dort Nettopreise; hier Varianten, dort einzelne Artikelnummern; hier ein Adressfeld, dort fünf. Solche Umrechnungen gehören an eine Stelle, nicht verstreut in jede einzelne Verbindung.

Datenmengen bremsen den laufenden Betrieb

Nächtliche Abgleiche laufen in den Vormittag hinein oder ein Import legt den Shop lahm. Verarbeitung im Hintergrund und in Paketen nimmt den Druck aus dem Tagesgeschäft.

Niemand weiß, was wann übertragen wurde

Ein Preis stimmt nicht, ein Auftrag fehlt, und die Suche beginnt in drei Systemen gleichzeitig. Ein gemeinsames Protokoll beantwortet solche Fragen in Minuten statt in Stunden.

Mehrere Verkaufskanäle sollen zusammenpassen

Neben dem eigenen Shop laufen Marktplätze oder Portale. Bestände und Preise müssen überall zusammenpassen, sonst wird verkauft, was nicht mehr da ist.

Eine gewachsene Lösung ist nicht mehr zu pflegen

Skripte auf einem Server, die niemand mehr versteht, oder ein Werkzeug, dessen Anbieter den Dienst eingestellt hat. Auch solche Aufbauten werden übernommen: erst analysieren, dann Stück für Stück ablösen.

Vorgehen

Wie das System entsteht

Die Datenflüsse entstehen nacheinander, damit nach jedem Schritt ein Stück Handarbeit wegfällt. Wie viele es werden, ergibt sich aus der Aufnahme zu Beginn. Vertragsbasis ist ein Dienstvertrag mit Abrechnung nach Aufwand, vorab gibt es eine ehrliche Aufwandsschätzung.

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    1. Systeme und Datenflüsse aufnehmen

    Welche Systeme sind beteiligt, welche Daten wandern in welche Richtung, wer ist die führende Quelle je Feld. Dazu die Sichtung der Schnittstellen und ein Blick auf die Sonderfälle, die im Alltag auftreten. Ergebnis ist ein Konzept mit Aufwandsschätzung.

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    2. Grundgerüst und Zugänge

    Aufbau der eigenständigen Anwendung mit Verbindungen zu allen beteiligten Systemen, Verarbeitung im Hintergrund und einer Oberfläche, in der Zugangsdaten, Zeitpläne und Regeln gepflegt werden.

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    3. Datenflüsse einzeln umsetzen

    Jeder Fluss für sich, mit Zuordnung der Felder, Umrechnungen und Prüfungen. Nach jedem umgesetzten Fluss ist ein Stück Handarbeit weg, statt dass erst am Ende alles gleichzeitig kommt.

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    4. Überwachung und Fehlerbehandlung

    Eine Übersicht zeigt, was läuft, was hängt und was erneut angestoßen werden kann. Bei anhaltenden Fehlern geht eine Meldung heraus, dazu ein Protokoll, das im Zweifel zeigt, welcher Wert wann übertragen wurde.

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    5. Umstellung und Übergabe

    Wechsel auf die Live-Zugänge, begleiteter Start mit erhöhter Aufmerksamkeit, Dokumentation der Datenflüsse und Einweisung, wie sich das System im Alltag bedienen lässt.

FAQ

Fragen zu Middleware-Systemen

Was ist ein vermittelndes System überhaupt?

Eine eigenständige Anwendung, die zwischen anderen Systemen steht und den Datenaustausch übernimmt. Statt dass Shop und Warenwirtschaft direkt miteinander sprechen, reden beide mit der Mitte. Dort liegen die Zuordnung der Felder, die Umrechnungen, die Regeln und das Protokoll. Der Fachbegriff dafür ist Middleware, gemeint ist schlicht die Vermittlungsstelle.

Warum nicht direkt verbinden?

Bei zwei Systemen ist eine direkte Verbindung oft richtig. Ab drei wird es unübersichtlich, weil die Zahl der Verbindungen schneller wächst als die Zahl der Systeme, und jede davon muss gepflegt werden. Dazu kommt der Fall, dass ein System ausgetauscht wird: Mit einer Mitte ist eine Seite umzustellen, ohne sie alle. Wo eine direkte Anbindung genügt, wird sie auch gebaut, siehe Shopware-API-Integration.

Was kostet ein solches System?

Die Arbeit läuft nach Aufwand auf Tagessatzbasis (die Tagessätze stehen offen auf der Laravel-Seite). Der Aufwand wächst mit der Zahl der Datenflüsse, nicht mit der Zahl der Systeme, und mit der Qualität der beteiligten Schnittstellen. Ein sauber dokumentierter Zugang ist an einem Bruchteil der Zeit angebunden, die ein undokumentierter Datenbankzugriff kostet. Nach der Aufnahme der Datenflüsse steht eine belastbare Schätzung.

Wie wird mit Fehlern und Ausfällen umgegangen?

Aufträge laufen über eine Warteschlange und werden im Hintergrund abgearbeitet. Ist ein System nicht erreichbar, bleibt der Auftrag liegen und wird später erneut versucht. Erst wenn es dauerhaft scheitert, geht eine Meldung heraus und der Vorgang lässt sich in der Oberfläche ansehen und erneut anstoßen. Wichtig ist dabei die Regel, dass ein zweiter Versuch nicht doppelt bucht; das ist der Punkt, an dem selbstgebaute Lösungen am häufigsten scheitern.

Wo läuft das System?

In der Umgebung des Auftraggebers, meist auf einem eigenen kleinen Server oder neben einer bestehenden Anwendung. Wichtig ist vor allem, dass es unabhängig vom Shop läuft: Fällt der Shop aus, soll die Verbindung zur Warenwirtschaft nicht mit ausfallen, und umgekehrt soll ein großer Abgleich den Shop nicht ausbremsen.

Wie lässt sich nachvollziehen, was übertragen wurde?

Über ein Protokoll je Vorgang: Welcher Datensatz, in welche Richtung, mit welchem Ergebnis, wann. Dazu eine Übersicht mit dem aktuellen Stand und den offenen Aufträgen. Das klingt nebensächlich und ist im Betrieb der wichtigste Teil, weil die häufigste Frage nicht lautet „funktioniert es?", sondern „warum steht dort dieser Wert?".

Wer betreut das System später?

Vermittelnde Systeme sind nie fertig: Die angebundenen Systeme bekommen Updates, Felder ändern sich, neue Anforderungen kommen dazu. Auf Wunsch läuft die laufende Laravel-Betreuung mit, alternativ übernimmt das interne Team. Dafür sind Dokumentation und Protokolle ausgelegt.

Was passiert, wenn du ausfällst oder später nicht verfügbar bist?

Der vollständige Quelltext liegt im Git-Repository des Auftraggebers, dazu kommt eine Dokumentation der Datenflüsse und Feldzuordnungen. Gearbeitet wird mit Laravel-Standardmitteln statt mit Sonderwegen. Alle Zugänge zu Hosting, Git und den beteiligten Systemen gehören dem Auftraggeber, hier gibt es nur die Berechtigung mitzuarbeiten.
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Tagessätze und Wartungspakete stehen offen.

Für Middleware: Systeme verbinden gilt derselbe Satz wie für jede andere Aufgabe: 760 bis 1.080 € pro Tag netto (95 bis 135 € pro Stunde), je nach Laufzeit und Dringlichkeit, Wartungspakete ab 349 € pro Monat. Alle Stufen im Detail auf der Laravel-Seite. Was eine konkrete Aufgabe kostet, ergibt sich aus der Aufwandsschätzung nach dem Erstgespräch.

Welche Systeme sollen zusammenarbeiten?

Eine kurze Aufzählung der beteiligten Systeme und der Daten dazwischen genügt. Antwort mit erster Einschätzung innerhalb von 2-5 Werktagen.

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