Shopware Partner Schulung und Aufnahme ins Partnerprogramm
Am 14. Oktober 2019 stand die Shopware Partner Schulung an. Sie ist ein Baustein auf dem Weg ins offizielle Shopware-Partnerprogramm und ergänzt die technischen Trainings zu Template und Development um die geschäftliche und vertriebliche Seite.

Ankunft in Schöppingen: der Shopware-Campus mit dem Turm, der das Ortsbild inzwischen mitprägt.
Ein Jahr der Spezialisierung
Der Termin fügt sich in eine Reihe: Im August standen die Trainings zu Template und Entwicklung an, jetzt folgt die Partner-Schulung. Dazwischen liegt kein Zufall, sondern eine Entscheidung, und die fiel an der Technik. Ein Shopsystem, das auf Symfony und Twig aufsetzt, im Backend eine eigenständige Anwendung betreibt und seine Schnittstelle von Anfang an mitdenkt, ist etwas anderes als eines, das jede Schicht selbst erfunden hat. Shopware steht mitten im Generationswechsel, die sechste Version verändert die technische Grundlage von Grund auf, und wer sich in diesem Umfeld als Dienstleister positionieren will, sollte beides mitbringen: die Technik und die Kenntnis darüber, wie die Zusammenarbeit mit dem Hersteller tatsächlich funktioniert.
Genau diese zweite Hälfte deckt eine technische Zertifizierung nicht ab. Sie belegt, dass jemand ein Template bauen oder ein Plugin schreiben kann. Sie sagt nichts darüber, wie ein Projekt zustande kommt, wer bei Lizenzfragen ansprechbar ist und an welcher Stelle der Hersteller selbst unterstützt.

Schöppingen von oben: Der Hersteller sitzt im Münsterland, nicht in einer Metropole.
Inhalte der Partner-Schulung
Auf dem Programm standen:
- Das Shopware-Partnerprogramm und seine Stufen
- Positionierung als Shopware-Dienstleister
- Zusammenarbeit mit Shopware und dem Partner-Netzwerk
- Leistungen, Support und Ressourcen für Partner
- Wege der Zusammenarbeit an Shopware-Projekten
Der rote Faden dabei ist weniger der Vertrieb, als der Name vermuten lässt. Es geht darum, die Wege zu kennen: an wen eine Anfrage geht, die den eigenen Rahmen sprengt, welche Ressourcen der Hersteller bereitstellt, und wie sich Partner untereinander bei Projekten ergänzen, für die eine einzelne Person zu klein ist.

Im Gebäude: das Unternehmensversprechen als Wandtafel, unterschrieben von der Belegschaft.
Diese Wand ist mehr als Dekoration, sie erklärt einen Teil des Programms. Wer „Helfen und sich helfen lassen" an die Wand schreibt und die halbe Belegschaft unterschreiben lässt, meint mit einem Partnernetzwerk etwas anderes als eine Vertriebsstruktur. Ob das im Alltag trägt, zeigt sich an anderer Stelle, als Absichtserklärung ist es aber deutlich.
Der interessanteste Punkt war dabei die Positionierung. Die naheliegende Antwort auf die Frage, was man anbietet, lautet oft „alles rund um den Shop". Sie ist bequem und in der Praxis wenig hilfreich, weil sie niemandem einen Grund gibt, gerade hier anzufragen. Ein geschärftes Profil kostet Anfragen, die ohnehin nicht gepasst hätten, und macht die übrigen deutlich konkreter. Für jemanden, der allein arbeitet, ist das keine Marketingfrage, sondern eine Frage der Auslastung.
Shopware Business Partner
Mit der Aufnahme ins Partnerprogramm wurde der Status als Shopware Business Partner erreicht. Das unterstreicht die Spezialisierung auf Shopware und den direkten Draht zum Hersteller.
Praktisch bedeutet das vor allem drei Dinge. Der Zugang zu Informationen wird früher und verlässlicher, was bei einem laufenden Versionswechsel den Unterschied macht zwischen Planen und Abwarten. Für Auftraggeber entsteht ein überprüfbares Signal: Die Partnerschaft steht in einem öffentlichen Verzeichnis und ist nicht bloß eine Selbstauskunft. Und im Netzwerk ergibt sich Zugriff auf Partner mit anderen Schwerpunkten, was bei größeren Vorhaben trägt.
Was der Status ausdrücklich nicht ist: eine Qualitätsgarantie oder ein Ersatz für Referenzen. Wer wissen will, ob ein Dienstleister zum eigenen Projekt passt, schaut sich am besten an, was er bisher gebaut hat. Die Partnerschaft ist ein Rahmen, keine Leistung.
Einordnung
Neben den technischen Zertifizierungen rundet die Partnerschaft das Shopware-Profil ab: technische Tiefe aus den Trainings, dazu die offizielle Anbindung an das Shopware-Ökosystem.
Für die kommenden Monate ist damit die Grundlage gelegt. Der Weg führt weiter in Richtung Shopware 6, sowohl was die eigene Einarbeitung angeht als auch bei den Projekten, die bei Auftraggebern anstehen. Die Frage ist dort selten, ob umgestellt wird, sondern wann und in welchen Schritten.
Offen bleibt, wie sich das Partnerprogramm selbst entwickelt. Solche Strukturen werden regelmäßig überarbeitet, Stufen umbenannt, Anforderungen angepasst. Wer darauf setzt, sollte den Status als das nehmen, was er ist: ein Rahmen für die Zusammenarbeit, der die eigene Arbeit ergänzt, aber sie nicht ersetzt.
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Über den Autor
Ralf Siepker
Senior Software-Entwickler & Solution Architect mit Erfahrung aus 150+ Projekten, Schwerpunkt Shopware 6 und Laravel. Schreibt hier über das, was in echten Projekten funktioniert.
Aktuelle Verfügbarkeit
Ausgebucht bis 01.01.2027
Kurze Nachricht, sobald wieder Kapazität frei wird. Keine Werbung, jederzeit abmeldbar.
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